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10.12.2018

ACUNIS ausgezeichnet für energieeffiziente Terminallösung in Kenia

Leistungsschau – Energieeffiziente Technologien „Made in Germany“
AHK | Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia

Errichtung eines neuen Frachtterminals mit gekühltem und ungekühltem Umschlagbereich. Alle Stromverbraucher sind auf optimierte Energienutzung ausgelegt. Das Dach der Anlage wird für die Erzeugung von Solarstrom genutzt.

Das Unternehmen AMOVA GmbH konstruierte in Kenias internationalem Flughafen Jomo Kenyatta in Nairobi ein neues Frachtterminal. 9.000 Quadratmeter verteilen sich auf zwei separate Lagerbereiche. Ein Bereich ist für verderbliche Güter bestimmt, die bei einer konstanten Temperatur von 2 °C gelagert werden; die übrige Fläche wird für ungekühlte Trockengüter genutzt. Die Kapazität des gesamten Frachtterminals ist für einen Jahresdurchsatz von bis zu 80.000 Tonnen ausgelegt. Eine Erweiterung auf bis zu 150.000 Tonnen pro Jahr ist bereits im Design berücksichtigt. Das Projekt erfüllt alle Anforderungen an ein hochmodernes Frachtterminal: Lagerräume für Hochregale, Europaletten und Kleinteile sowie ein Bereich für Sperrgut. Dazu gehören auch elektrische Stapelfahrzeuge, Förder- und Umschlagsgeräte mit Be- und Entladebrücken für Lastwagen, usw.

Das Frachtterminal setzt an allen Stellen auf optimierte Energienutzung: Speziell ausgelegte Antriebe arbeiten mit höchster Energieeffizienz. Die Stapelfahrzeuge nutzen ein ausgeklügeltes Steuerungsmanagement mit optimierter Energienutzung u. a. durch ein automatisiertes Maschinenstartsystem. Die Solar-PV-Anlage auf dem Dach des Terminals verfügt über eine Erzeugungskapazität von 350 kW. Dadurch wird der Energiebezug aus dem Stromnetz deutlich reduziert. Dies sind nur drei der Maßnahmen, die exemplarisch das ganzheitliche Energieeffizienzkonzept aufzeigen.

Unter dem Namen ACUNIS haben zwei deutsche Unternehmen für dieses Projekt ihre Kompetenzen gebündelt: AMOVA liefert die Expertise für Konzept und Design des Logistikzentrums. UNITECHNIK stellt sein Know-How für industrielle Automatisierungsprozesse zur Verfügung.

2 energieoptimierte ETVs und Cargo-Handling-System
Das elektrische System im Frachtterminal verfügt über einen Standby-Modus für Hub- und Fördersysteme auf verschiedenen Ebenen. Die Verbrauchslast wird durch indirekt betätigte Antriebe den jeweiligen Anforderungen optimal angepasst. Das Automatisierungssystem bietet darüber hinaus Upgrade-Möglichkeiten bei geringer Stromlast. Das integrierte Lagerverwaltungssystem umfasst optional spezielle Funktionen: Einzelne Ladungen werden auf Handhelds (Computer, Smartphone) visualisiert, bis hin zu Statusinformationen jedes Sensors, der im Systems verbaut ist. Das System ist auch für einen Fernzugriff geeignet. Alle Transportgeräte können mit einer Onboard-Kamera ausgestattet werden, um eine Fehlerdiagnose und den Online-Support weiter zu unterstützen.

Um das Projekt erfolgreich zu realisieren, war es essenziel, die Anforderungen durch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Bauausführern zu verstehen. Die Finanzierungslösung spielte gemeinsam mit der technischen Expertise eine weitere Schlüsselrolle für die Umsetzung. Dies fügt sich in AMOVA‘s Strategie ein, ein leistungsfähiges Gesamtpaket aus einer Hand anzubieten. Das Frachtterminal am Flughafen Jomo Kenyatta ist Afrikas zweites Projekt dieser Art. Durch das auf die Nutzung abgestimmte schlüsselfertige Design kann der Kunde die Lagerhaltungsleistungen wettbewerbsfähig anbieten. Letzten Endes ist dies auch ein wichtiger Baustein, um auch die Position Nairobis als führendes Luftfrachthub der Region zu sichern.